
von Anita Letzerich-Suhr
Nr 2/2025
Ist Er nicht souverän und kann tun und lassen, was immer Er will?
Ist Er dann auch für alles Böse und Schlechte auf der Erde verantwortlich?
Um das Wort Gottes richtig verstehen zu können, ist es ist wichtig, im ersten Buch der Bibel zu lesen und es zu verstehen. Das Wort muss richtig unterteilt werden, um richtig verstanden zu werden. Wir leben heute im neuen Bund und aus diesem Blickwinkel muss das Alte Testament gelesen lesen.
Wenn du den Anfang der Bibel nicht verstehst, wirst du auch den Rest nicht verstehen.
Lass uns den Anfang genauer ansehen (2Tim 2,15).
1Mo 1,26-28
Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht! 27 Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 28 Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!
Gott hat den Himmel und die Erde geschaffen, dann alle Tiere und am Schluss den Menschen. Er schuf den Menschen in Seinem Bild, das heisst, Ihm ähnlich. Er schuf ihn als Mann und Frau, nichts dazwischen. Er schuf ihn mit einem Geist und einer Seele in einem männlichen oder weiblichen Körper.
Der Unterschied zwischen Menschen und Tieren ist der Geist. Der Geist kann Gemeinschaft mit Gott haben. Tiere haben eine Seele aber keinen Geist.
Der Mensch ist der Grund für die Schöpfung. Nach dem Fall Luzifers, des gefallenen Engels, auch Teufel genannt, hat Gott alles wiederhergerichtet. Er hat es für den Menschen getan, dem er alles anvertrauen wollte und Er hat es perfekt eingerichtet.
Vers 31
Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut.
Da aber der Mensch einen eigenen Willen hat und ihn auch gebrauchen darf, hat Gott Adam und Eva ein Gebot gegeben, welches sie befolgen sollten. Es betraf einen Baum, der im Garten Eden stand. Von all den anderen Bäumen durften sie essen soviel sie wollten, nur von dem einen nicht.
Der Mensch wurde im Ebenbild Gottes geschaffen (1Mo 1,27).
Er ist kein Individuum, das die Erde durch seine Existenz zerstört und das man bekämpfen und einschränken muss, da es zu viel CO2 produziert. Der Mensch wurde dazu geschaffen, sich um die Erde zu kümmern und mit Gott Gemeinschaft zu haben.
1Mo 2,15 Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.
Ps 115,16 Der Himmel ist der Himmel des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.
Der Mensch sollte den Garten bebauen, bewahren und beschützen. Luzifer war und ist ein gefallener Engel, der schon in der Welt war. Gott hat also den Teufel nicht erschaffen, sondern dieser war ursprünglich ein Engel, der gefallen war, weil er sich über Gott erheben wollte (Jes14,12-14).
1Mo 1,2 Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
Gott hatte die Erde nicht wüst und leer geschaffen, sondern sie wurde wüst und leer durch ein Ereignis, das sich abgespielt hat (Jes 14,17) und Gott schuf daraus etwas Neues. Zwischen dem Vers eins und zwei lag eine bestimmte Zeit, in der Luzifer fiel. Gott räumte sozusagen auf für den Menschen, den er schaffen wollte. Er hat ihm eine schöne Umgebung und zahllose verschiedene Tiere und Pflanzen geschaffen. Wenn wir all das heute sehen, erkennen wir immer noch die wunderbare Schönheit, Weisheit und Vielfalt, die in der Schöpfung liegt, und das alles sogar noch im gefallenen Zustand. Denn es geschah etwas Einschneidendes, das wir gleich anschauen werden.
Der Mensch verlor die Herrlichkeit Gottes und fiel in Sünde.
1Mo 2,17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!
Es gab einen Baum im Garten, wovon der Mensch nicht essen durfte. Von all den anderen durfte er essen, auch vom Baum des Lebens, nur von dem einen nicht. Gott hat den Menschen in seinem Bild geschaffen, mit einem Willen, den er gebrauchen darf. Er konnte sich entscheiden, Gott als seinen Herrn anzuerkennen und Ihm zu gehorchen. Wenn er es nicht tut, wird das Konsequenzen haben. Das war die Trennung von Gott und der Verlust seiner Herrlichkeit.
Als Jesus in der Wüste versucht wurde, kam der Teufel mit folgendem Angebot zu ihm.
Luk 4,6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben,
Jesus widersprach ihm nicht. Woher hatte der Teufel es bekommen, für eine Zeit? - Von Gott nicht, sondern vom Menschen, wie wir wissen. Der erste Mensch hat seine Macht und Herrlichkeit dem Teufel gegeben, durch seinen Ungehorsam.
1Mo 3,22 Und Gott der Herr sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner, indem er erkennt, was Gut und Böse ist; nun aber - dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe!
Als ich das noch nicht verstanden hatte, sah es für mich so aus, als würde Gott es nun dem Menschen vollkommen verwehren. ‚Jetzt durften sie nicht mal mehr im Garten bleiben, das war nun die Strafe. Sie haben Gott so zornig gemacht durch den Ungehorsam‘ ... So dachte ich damals.
Ich verstand gar nichts, denn es ist die Liebe Gottes, die er immer noch zum Menschen hat und Ihn so handeln lässt.
Gott liebt dich so sehr, seine Liebe ist so rein, wie du es dir nicht vorstellen kannst. Die menschliche Liebe ist damit nicht zu vergleichen, auch die Liebe einer Mutter nicht. Gott liebt dich, denn er ist Liebe, Er hat nicht Liebe, Er ist Liebe.
1Mo 3,24 Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim lagern und die Flamme des blitzenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.
Wir sehen, dass es den Baum des Lebens noch gibt und wir durch Jesus Zugang zu ihm erhalten werden (siehe Offb 2,7/22,2).
Würde der Mensch nun in dem Zustand, den er jetzt hat, vom Baum des Lebens essen, so wäre er ewig in dem gefallenen Zustand. Es gäbe keine Erlösung mehr für ihn. Gottes Liebe ist es, dass er so handeln musste. Er wollte den Menschen nicht für immer an den Teufel verlieren (Joh 8,44/ 1Joh 5,8) sondern ihn erlösen. Und wer immer Gottes Erlösung annimmt, kann dadurch ewig mit Ihm leben.
Apg 2,21 Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.
Jeder der dieses Geschenk annimmt, soll gerettet werden und wieder mit Ihm Gemeinschaft haben.
Wenn du Jesus noch nie als deinen HERRN bekannt hast und Ihm dein Leben geben willst und Ihn als deinen Herrn annehmen willst, dann kannst du es jetzt tun.
Ein Gebet, laut gesprochen, hilft dir dabei.