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Wofür kannst du Gott glauben

Nr. 142 April 2016

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„Ich bete doch die ganze Zeit. - Gott hilf mir, mir geht es so schlecht, wann werde ich endlich geheilt!“

Erkennst du dich in diesem, oder ähnlichen Gebeten wieder? - Wenn ja, lies unbedingt weiter, es gibt eine Antwort für dich.

 

Falls diese Fragen dich nicht betreffen, werden sie und die Antworten darauf, dir helfen, anderen zu helfen.

 

Höre nie auf hungrig zu sein nach mehr Wort Gottes. Sein Wort ist lebendig und es kann immer und in jeder Situation zu dir sprechen. Wir müssen erwachsen werden im Geist, damit wir fähig sind andere zu lehren und ihnen zu helfen. Sei hungrig nach geistlichen Dingen, sei hungrig nach der Gegenwart Gottes, denn er ist ein lebendiger Gott, der sich in deinem Leben zeigen will.

 

Es gibt in den Evangelien viele Geschichten darüber, wie Jesus mit Menschen umging. Was ihn zum Handeln bewegte war ihr Glaube.

Da gab es eine Frau die von Jesus gehört hatte. Obwohl sie nicht zum Volk Israel gehörte, machte sich diese Frau auf und kam im Glauben zu ihm, im festen, entschlossenen Glauben daran, Befreiung für ihre Tochter zu empfangen. Lasst uns dazu die Geschichte in der Bibel lesen:

 

Mk 7,24-30

Von dort aber brach er auf und ging weg in das Gebiet von Tyrus; und er trat in ein Haus und wollte, dass niemand es erfahre; und er konnte nicht verborgen sein. 25 Aber sogleich hörte eine Frau von ihm, deren Töchterchen einen unreinen Geist hatte, kam und fiel nieder zu seinen Füssen

26 die Frau aber war eine Griechin, eine Syro-Phönizierin von Geburt; und sie bat ihn, dass er den Dämon von ihrer Tochter austreibe.27 Und er sprach zu ihr: Lass zuerst die Kinder satt werden, denn es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen.28 Sie aber antwortete und spricht zu ihm: Ja, Herr; auch die Hunde essen unter dem Tisch von den Krumen der Kinder. 29 Und er sprach zu ihr: Um dieses Wortes willen geh hin! Der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren. 30 Und sie ging weg in ihr Haus und fand das Kind auf dem Bett liegen und den Dämon ausgefahren.

 

Diese Frau kam im Glauben zu Jesus, sie bettelte nicht darum, ihn vielleicht sehen zu dürfen. Sie dachte nicht, dass wenn es nicht klappen würde, es wohl nicht Gottes Wille sei.

 

Hättest du an ihrer Stelle auch so gedacht?

 

Sie war entschlossen Befreiung für ihre Tochter zu empfangen, auch wenn sie nicht zum Volk Gottes gehörte. - Ich finde die Antwort von Jesus hat so gar nichts mit dem zu tun, wie einige sich Jesus vorstellen. Er sagte zu ihr, dass sie aufgrund dessen, was sie aus Glauben gesagt hatte, Befreiung für ihre Tochter empfangen würde. So handelte sie nach dem Wort Jesus und ging heim. Sie wartete nicht, bis jemand zu ihr kam, um Jesu Zusage zu bestätigen, sondern sie ging, weil sie dem Wort Jesu glaubte. - Heute ist Jesus nicht mehr unter uns, aber wir haben sein Wort, wir haben seinen Geist in uns; und auf der Grundlage des Wortes Gottes bitten wir den Herrn und handeln gemäss dem, was wir glauben.

 

Es gibt so viele Christen die betteln in ihren Gebeten; sie beten voller Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle und hoffen, dass Jesus ihre Gebete erhört.

Ich sage das nicht von oben herab, denn ich gehörte auch mal zu den Menschen, die so dachten. Doch das Erkennen aus seinem Wort, wer ich ihn Jesus bin, hat mich davon freigemacht. Gott hat Gefallen an Glauben und er antwortet auf Glauben. Auch das habe ich in meinem Leben erfahren und erfahre es immer wieder. Er ist so treu und antwortet immer auf den Glauben von uns.

 

Gott hat in seinem Wort gesagt, was dir gehört, was Jesus für dich erkauft hat. Nun erwartet er von dir, dass du im Glauben, im Vertrauen auf sein Wort zu ihm kommst und es in Empfang nimmst. Im Vertrauen darauf, dass er das was er gesagt hat in seinem Wort, auch halten wird. Das ist die Basis, auf der wir als wiedergeborene Christen zu ihm kommen. Ja, Gott ist barmherzig und er ist gut, aber je mehr wir sein Wort kennen, umso mehr Glauben erwartet er von uns.

 

Lasst uns noch die Begebenheit lesen, wie Jesus auf das Schreien von zwei Blinden reagierte.

 

Mt 20,30-32

Und siehe, zwei Blinde, die am Weg sassen und hörten, dass Jesus vorübergehe, schrien und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids! 31 Die Volksmenge aber bedrohte sie, dass sie schweigen sollten. Sie aber schrien noch mehr und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!  32 Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?

 

Ist das nicht eine erstaunliche Frage von Jesus? Da sind zwei Blinde und Jesus fragt, was er ihnen tun soll. Also, ich finde es ist doch klar was sie wollen - oder etwa doch nicht?

 

Ich glaube, dass Jesus ihnen genau das gegeben hätte, worum sie ihn gebeten hätten. Es gab auch damals mehrere Möglichkeiten, wie auch heute, wenn du eine Not hast. Es ist nicht unbedingt Unglaube, wenn du ihm nicht für Heilung glauben kannst, aber ihm dafür glaubst, dass er die Ärzte führt, dass sie wissen was sie tun sollen und er ihnen Weisheit gibt in deinem Fall. Oder, dass die Operation erfolgreich sein wird. Der Herr gibt dir deinem Glauben gemäss. - Die Frage ist: wo ist dein Glaube, wofür kannst du ihm glauben? Es gibt dazu Bibelstellen im Wort Gottes, die dir dies zusagen.

 

Betrüge dich nicht selber, sondern prüfe, wo dein Glaube steht. Heilung und Wohlergehen ist immer Gottes Wille, aber es gibt verschiedene Wege dahin. Suche den Herrn und seine Führung, prüfe deinen Glauben und bete demgemäss und du wirst empfangen.

 

Vers 33-34

Sie sagen zu ihm: Herr, dass unsere Augen geöffnet werden. 34 Jesus aber, innerlich bewegt, rührte ihre Augen an; und sogleich wurden sie sehend, und sie folgten ihm nach.

 

Diese Blinden empfingen genau das, worum sie Jesus gebeten hatten. Blinde waren damals Bettler, und sie hätten Jesus auch um Almosen bitten können, als er sie fragte, was sie wollten. Ich glaube, dass Jesus ihnen genau das gegeben hätte und nicht sparsam, sondern im Überfluss.

Doch diese zwei Blinden wollten wieder sehen; das war es, was sie von Jesus empfangen wollten. Da war ihr Glaube: Jesus ist der Heiler und er heilt Blinde. - Das bedeutete aber auch, dass sie von nun an ihren Lebensunterhalt selber erarbeiten mussten ... - Könnte es sein, dass manche von uns vielleicht ihre Heilung doch nicht so recht wollen, weil ihnen dadurch einige Vorteile verloren gehen? Prüfe dich selber, ob es auf dich zutrifft, niemand verurteilt dich deswegen, aber sei auch ehrlich mit dem Herrn und mit dir selber.

 

Glaube ist unser Anteil, zu holen, was Jesus für uns durch seine Gnade erkauft hat, es fällt nicht einfach so in deinen Schoss, nur weil du Jesus angenommen hast.

 

Warum nur haben wir in geistlichen Dingen oft so eine passive Haltung und meinen, alles komme einfach so von selber. Ja, Gott ist gut, und die Gnade ist seine ausgestreckte Hand zu uns, indem er uns alles gibt, was wir brauchen, um ihm zu dienen. Aber wir müssen es durch den Glauben auch aktiv ergreifen. Nicht passiv darauf warten und hoffen, sondern aktiv ergreifen, was er uns gegeben hat. Das tun wir durch das Sprechen von Gottes Wort im Glauben und den Gehorsam, das zu tun, was er uns aufträgt; aus einer lebendigen Beziehung zu ihm heraus.

 

Höre von Gott, frage ihn nach seinem Willen, erkenne seinen Willen, indem du sein Wort liest und auch danach handelst. Denn nur der Täter des Wortes ist gesegnet in seinem Tun (Jak 1,25).

 

Heilung, oder was auch immer du von Gott empfangen willst, ist verbunden mit einer Tat des Glaubens. Nicht törichtes Handeln aus Vermessenheit, sondern im Glauben, weil du von Gott gehört hast, etwas in seinem Wort erkannt hast und weisst, dass du dies und jenes tun oder lassen sollst. All dies geschieht nicht darum, weil du alle Punkte richtig durchgegangen bist, sondern aus der lebendigen Beziehung und Gemeinschaft mit Jesus deinem Herrn heraus.

 

Der Glaube holt die Gnade, die Gott dir darreicht ab und durch die entsprechenden Werke, die aus diesem Glauben entstehen, empfangen wir sie.