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Was ist Glaube



Nr. 71 November 2009

 

Was verstehen wir unter Glauben? - Beispielsweise die Aussage: „Das ist aber eine gläubige Person,“ bedeutet eigentlich, dass jemand regelmässig eine Kirche oder eine Gemeinde besucht. Gemäss unserem Sprachverständnis verstehen wir unter Glauben meistens eine Art Vermutung, wie zum Beispiel: “Ich glaube, das könnten wir so machen,“ oder ähnliche Aussagen.

Aber was ist Glauben aus biblischer Sicht? - Reicht es aus, an die Existenz Gottes zu glauben? - Was bedeutet biblischer Glaube? - Gibt es eine göttliche Art von Glauben?

Hebr 11,1
Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.

Der Glaube ist also ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht oder noch nicht sieht. Denn der Glaube ist nicht nur etwas, das unsichtbar bleibt. Das, was man glaubt fängt im Unsichtbaren an, wird aber sichtbar werden. Der Glaube ist nichts Mystisches, sondern die Verbindung zu den Segnungen Gottes; der Glaube bringt sie auf die Erde.

Mk 11,22
Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott! (oder: habt Gottes Glauben, wie es in der Fussnote heisst). Dass damit nicht nur Glauben an Gott gemeint ist, können wir aus dem Zusammenhang lesen. Jesus erklärt hier die Art von Glauben, die Gott hat. Wie funktioniert die göttliche Art von Glauben?

Vers 23
Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden.

Gottes Art von Glauben spricht also das aus, was noch nicht zu sehen ist und dann wird es geschehen.

Gott hat Abraham, dem Vater des Glaubens wie er auch genannt wird, gezeigt, wie Glaube wirkt.

1Mose 17,1-5
Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Lebe vor meinem Angesicht, und sei untadelig! 2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir setzen und will dich sehr, sehr mehren. 3 Da fiel Abram auf sein Angesicht, und Gott redete mit ihm und sprach: 4 Ich, siehe,
<das ist> mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Menge von Nationen werden. 5 Und nicht mehr soll dein Name Abram (‚Vater’ oder ‚mein Vater ist erhaben’) heissen, sondern Abraham (‚Vater einer Menge’) soll dein Name sein! Denn zum Vater einer Menge von Nationen habe ich dich gemacht.

Gott änderte Abrahams Namen und sagte zu ihm, er solle sich nun nicht mehr ‚erhabener Vater’, also Abram, nennen, sondern er solle von jetzt an Abraham, ‚Vater einer Menge’, heissen.

Nun meine Frage an Dich: Wie viele Kinder hatte Abraham zu dieser Zeit? - Kein einziges! - Und trotzdem soll er sich Abraham, ‚Vater einer Menge’, nennen.

Kannst du das Prinzip des Glaubens sehen? - Auf der Grundlage dessen, was Gott gesagt hat in seinem Wort, spricht der Glaube das aus, was noch nicht zu sehen ist. Der Glaube spricht das aus, was Gottes Wort sagt, unabhängig davon wie die Umstände im natürlichen und sichtbaren Bereich sind.

Vielleicht denkst du nun: „Ich bin doch nicht Gott, nur er kann machen was er will.“ - Nein, natürlich bist du nicht Gott, aber Gott hat dir gesagt, dass du dies tun sollst. Du bist nicht Gott, aber du handelst wie ER, weil du sein Kind bist. Du nimmst das Wort Gottes, das was Gott zu deiner Situation gesagt hat, und stimmst damit überein, indem du es auch sprichst.

Lügen wir da denn nicht, ein Christ sollte doch immer die Wahrheit sagen? - Nun stellt sich die Frage: Was ist Wahrheit? - Ist Wahrheit das, was du siehst oder das, was Gott gesagt hat? Jesus hat gesagt: „Mein Wort ist Wahrheit,“ (Joh 17,17). Setze das Wort Gottes immer an die erste Stelle, es gibt keine unmögliche Situation. Wir Menschen leben zu sehr im sichtbaren Bereich; aber das Sichtbare ist zeitlich und verändert sich (2Kor 4,18). Gottes Wort steht fest und verändert sich nicht (Ps 119,89).

Hebr 11,3
Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das Sichtbare nicht aus Erscheinendem
(aus Dingen, die mit den Sinnen wahrgenommen werden können) geworden ist.

Die Welten wurden durch Gottes Wort bereitet, auch du kannst deine Welt durch das Wort Gottes zu seiner Ehre bereiten.

In Römer 4,17 lesen wir von Abraham, unserem Vater im Glauben. Hier wird beschrieben wie der Glaube wirkt: ... wie geschrieben steht: „Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt“ - vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre;

Gott ruft das noch Unsichtbare, damit es zustande kommt. Gott hat für uns alles vollbracht und nun kann dein Glaube alles überwinden. Jedes Problem, jede negative Situation kannst du durch den Glauben überwinden (1Joh 5,4).

Lesen wir mal, was Jesus, der Sohn Gottes und das Abbild des himmlischen Vaters, über Glauben sagt:

Lk 17, 5-6
Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Mehre uns den Glauben!

Hast du zu dir selber auch schon mal gesagt: „Wenn ich doch jetzt nur mehr Glauben hätte, dann ...“

Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Entwurzele dich und pflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.

Der Glaube wird mit einem Samenkorn verglichen. Wenn ihr Glauben habt, so würdet ihr sagen ... Der Glaube kommt aus dem aktiven Hören von Gottes Wort. Hast du Gottes Wort gehört und angenommen? Dann redet der Glaube von dem, was er glaubt und das wird Gottes Wort sein. Wir sind uns noch viel zu wenig bewusst, wer eigentlich hinter dem Wort Gottes steht. Es sind nicht nur nette Worte, sondern es ist der Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat und uns aus unseren Sünden erlöst hat! Sollte er sein Wort nicht halten? Sollte er nicht tun, was er in seinem Wort gesagt hat?

Was tust du, wenn sich dir Schwierigkeiten und Probleme in den Weg stellen? - Wirst du Gott sagen, er soll etwas tun? - Nein, du nimmst sein Wort und sprichst zu dem Problem.

Wenn du krank bist, sprichst du Heilung. Brauchst du Geld, sprichst du Versorgung und Gott wird hinter seinem Wort stehen und es wird zustande kommen!

Lk 17,6
Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn ...

Was tut man mit einem Senfkorn? Man benützt es, indem man es sät, um eine Ernte zu bekommen.
Der Glaube muss benutzt werden, sonst bringt er keine Frucht.

... so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Entwurzele dich und pflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.

Der Glaube spricht. Glaube spricht zum Problem und es wird gehorchen. Wir haben eine Sprache und der Glaube spricht. Du kannst Krankheitsviren gebieten zu sterben. Du bist vom Fluch des Gesetzes erlöst. Jesus sagte, dass alle Dinge möglich sind, dem der glaubt. Glaube erscheint nicht erst im neuen Testament, sondern der Glaube zieht sich durch die ganze Bibel. Gott ist ein Gott des Glaubens und er belohnt Glauben.

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.
Hebr 11,6