Home > alle Themen > Glaube > Lebe nicht in Furcht - lebe im Glauben

Lebe nicht in Furcht - lebe im Glauben



Nr.35 September 2006


Ohne Furcht in dieser Welt leben - eine Illusion? Furcht ist doch was ganz normales - oder doch nicht?

Nein, denn das Wort Gottes sagt uns, dass es möglich ist zu leben, ohne von Furcht bestimmt zu werden. Furcht gehört nicht zu einem Kind Gottes. Furcht ist das Gegenteil von Glauben! Jedes Mal, wenn du einen Schritt in eine unbekannte Richtung machst oder etwas tun willst, was du noch nie getan hast, kommt Furcht. – Bei schlechten Nachrichten in den Medien, die das Weltgeschehen betreffen, macht sich Furcht vor Gegenwart und Zukunft breit. - Du willst etwas tun in der Gemeinde oder sonstwo, aber sofort denkst du: “Das hat doch noch niemand getan, was ist, wenn es nicht funktioniert?”

Furcht hält uns davon ab, Dinge in der Fülle zu tun, wie wir es tun sollten und könnten.

Furcht ist nichts Natürliches sondern das Gegenteil von Glauben. Glauben bringt dich voran, du bewegst dich vorwärts. Furcht hält dich zurück und du wirst passiv. Gott hat uns aber nicht einen Geist der Furcht gegeben. Wir haben den Geist des Vaters. Wir haben nicht wieder einen Geist der Knechtschaft sondern der Freiheit: den Geist des Vaters. Furcht kam in diese Welt durch den Sündenfall. Adam versteckte sich, nachdem er gesündigt hatte, weil er sich fürchtete. Durch Sünde kam geistlicher Tod und Furcht in die Welt. Furcht funktioniert in der geistlichen Welt genauso wie Glauben.

Furcht bringt Mangel, Zerstörung und Tod; Glaube bringt Befreiung, Versorgung und Leben.

Furcht ist der Geist dieser Welt; Glaube ist der Geist unseres himmlischen Vaters.

Furcht kommt von den Worten, die die Welt spricht; Glaube kommt vom Hören von Gottes Wort.

Lk. 8, 40 - 42
Es geschah aber, als Jesus zurückkehrte, nahm ihn die Volksmenge auf, denn alle erwarteten ihn. Und siehe, es kam ein Mann mit Namen Jaïrus – und er war Vorsteher der Synagoge – und fiel Jesus zu Füssen und bat ihn, in sein Haus zu kommen; denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, und diese lag im Sterben. Während er aber hinging, drängten ihn die Volksmengen.

Hier haben wir einen Mann, der zu Jesus kommt, um Heilung für seine todkranke Tochter zu empfangen. Er kommt im Glauben, dass Jesus sie heilen wird. Eine Volksmenge hat sich um Jesus versammelt. Stellt euch diesen Mann vor: Seine todkranke Tochter liegt zuhause, sie ist am Sterben. Nun ist da diese Volksmenge und wir wissen, dass auch noch eine blutflüssige Frau kommt und Jesus anrührt, um geheilt zu werden. Jesus unterhält sich mit ihr und die Zeit vergeht. Ich weiss nicht, wie du dich fühlen würdest, wenn du ein todkrankes Kind zuhause hättest und du nur eines willst: Dass Jesus nun endlich kommt, um dein Kind zu heilen ... Auf einmal kommt jemand vom Haus des Mannes und bringt die Nachricht, dass seine Tochter gestorben sei und er solle den Lehrer nicht weiter bemühen, es sei vorbei, zu spät!

Was denkt ihr, was mag dieser Mann wohl gedacht haben? Vielleicht: “Wenn diese Frau nicht gewesen wäre, hätte es wahrscheinlich noch gereicht, aber nun ist alles vorbei!”

Aber, betrachten wir, wie Jesus auf diese Nachricht reagiert hat.

Vers 49 - 50
Während er noch redete, kommt einer von dem <Haus des> Synagogenvorstehers und sagt zu ihm: Deine Tochter ist gestorben. Bemühe den Lehrer nicht! Als aber Jesus es hörte, antwortete er ihm: Fürchte dich nicht, glaube nur! Und sie wird gerettet werden.


Jesus ist gar nicht auf die negative Botschaft eingegangen. Er hat nicht gesagt: “Ohjee, wir haben es versucht, aber Gott wollte sie zu sich holen.” Nein, er sagte: “Fürchte dich nicht, bleibe im Glauben, dann wird sie gerettet!” Gerettet ist das griechische Wort ‚sozo’, was Heilung, Versorgung und Rettung beinhaltet.

Fürchte dich nicht, wenn alles nur noch schlechter wird, obwohl du für etwas geglaubt hast.

Fürchte dich nicht! Lass nicht zu, dass Furcht dich davon abhält, das zu bekommen, wofür du glaubst!

Bleib im Glauben, egal wie es im natürlichen Bereich aussieht. Wird es schlechter - egal, bleib im Glauben. Wird es besser - egal, bleib im Glauben, bis du den ganzen Sieg hast. In 2. Kor. 5, 7 heisst es, dass wir im Glauben wandeln und nicht im Schauen. Also, schaue nicht auf das Natürliche, sondern auf das Wort und bleib im Glauben!

“Fürchte dich nicht”, heisst nicht, keine Furcht zu fühlen, sondern sich von diesem Gefühl nicht vereinnahmen zu lassen.

2. Tim 4, 7
Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt.

Das ist es, was wir tun sollen: Den Glauben bewahren und den Lauf vollenden! - Wenn du im Glauben lebst, ist es ein Kampf, weil diese Welt nicht im Glauben lebt und der Teufel nichts lieber möchte, als dich in Furcht gefangen zu halten. Furcht bringt Pein, sagt das Wort. Aber Glaube bringt Befreiung, Leben und Versorgung. Glauben bringt dir das gute Leben, für welches Jesus gestorben ist (1.Tim 6,12).

Hebr. 11, 6
Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.

Gott ist ein Belohner für die, die ihn mit Glauben suchen. Die, die sein Wort im Glauben annehmen, für die ist Gott ein Belohner, weil sie das erhalten, wofür sie glauben. Gott ist nicht ein Belohner für diejenigen, die alles richtig machen, wie wir es in der Schule gelernt haben: Wenn wir alle Aufgaben richtig lösten, erhielten wir die Bestnote.

Gott belohnt nicht Leistung sondern Glauben.

Am Anfang meines Christseins habe ich gedacht, ich würde Gott gefallen, wenn ich alles möglichst richtig mache. Ich versuchte mich zu begeistern für die Strassenarbeit. Ich wusste, die Menschen brauchen Jesus, aber wie sehr ich mich auch anstrengte, ich hatte nicht das Verlangen danach, auf der Strasse zu evangelisieren. Es war nicht das, wozu mich Gott berufen hatte. Ich schätze die Christen sehr, die in der Strassenarbeit mithelfen, aber es ist nicht der Ort, wo Gott mich haben will.

Es gibt einen Ort, den Gott für dich vorgesehen hat! Fühle dich nicht schuldig, wenn du im Herzen keine besondere Begeisterung fühlst für das, was jemand anderes tut. Folge deinem Herzen. Wenn wir in diesem Punkt nicht ehrlich sind, fangen wir an, Werke des Fleisches zu vollbringen. Du kannst zum Beispiel bei der Strassenarbeit oder sonstwo mithelfen, aber wenn der Glaube dazu fehlt, wenn kein Auftrag, keine Berufung von Gott und auch keine Freude da ist, dann ist es nur ein totes Werk!

Wandle im Glauben und ohne Schuldgefühle in dem, wozu Gott dich berufen hat. Ich weiss zum Beispiel, dass ich niemals in ein entlegenes Land gehen kann; aber ich kann andere, die Gott dafür erwählt hat, senden, indem ich ihren Dienst mit Finanzen unterstütze.

Gott belohnt Glauben, nicht Leistung (auch keine christliche). Nur durch ein Leben im Glauben kannst du ihm gefallen! Also lebe Tag für Tag im Glauben und lass nicht zu, dass Furcht oder Druck dich dazu bringen, entgegen deiner Berufung, deinem inneren Zeugnis zu handeln.

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens und bewahre den Glauben!