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Gott hat einen guten Plan...

für dein Leben



Nr.39 Januar 2007


Vielleicht sieht es bei dir im Moment nicht danach aus, dass Gott einen guten Plan für dein Leben hat. Du erlebst vielleicht gerade jetzt nicht viel Gutes. Du hast vielleicht deine Arbeitsstelle verloren oder dein Arzt hat schlechte Nachrichten für dich. Du wartest schon so lange darauf, dass das kommt, was dein Herzenswunsch ist, stattdessen ist dein Leben eine einzige Katastrophe...

Aber ich sage dir dennoch, Gott hat GUTES für dein Leben geplant! Aber es passiert nicht einfach so. Gott ist kein Lotteriebüro, wo du vielleicht mal das grosse Los gezogen bekommst.

Gott hat Gutes für dein Leben geplant und du kannst es durch Glauben bekommen.

Glauben ist nicht schwer. Es bedeutet einfach, Gottes Wort zu vertrauen, dass das, was er gesagt hat, wahr ist und für dich persönlich gilt.

Wir sehen immer wieder, wie Menschen in der Bibel zu Jesus kamen, um das zu bekommen, wofür sie glaubten und wovon sie wussten, dass es ihnen gehört. Jesus ging nicht umher und heilte einfach nur so, wie er Lust hatte. Es heisst, Jesus ging umher und heilte alle, die zu ihm kamen. Du musst zu ihm kommen, im Glauben an sein Wort. Immer wieder lesen wir, dass Jesus sagte: „Dein Glaube hat dich geheilt!“ Es heisst nicht: „Weil ich heute einen guten Tag hab, habe ich dich ausgewählt und geheilt...“

Genauso ist es auch mit deiner Berufung, dem Plan Gottes für dein Leben. Es passiert nicht einfach so, sondern du musst es im Glauben annehmen.

Ich möchte dich mit 6 Punkten ermutigen, dran zu bleiben, um das zu empfangen, was Gott für dein Leben geplant hat. Es gibt sicher noch einiges mehr. Diese Liste ist nicht vollständig, aber sie wird dir helfen, Gottes Plan für dein Leben zu empfangen.

1. Deine Berufung oder Vision, wie immer du es nennen willst, wird grösser sein, als dass du es mit deinen eigenen Fähigkeiten schaffen könntest.

Gott wirkt in uns das Wollen und auch das Vollbringen, zu seiner Ehre.

Als Gott zu mir sagte, ich solle anfangen die Lehrartikel „Leben im Sieg“ zu schreiben, war es viel zu gross für mich. Ich kann mich noch erinnern, wie ich zu Gott sagte: „Das geht nicht, ich kann es nicht tun.“ Zum einen hatte ich nur einen billigen Drucker mit viel zu teuren Tintenpatronen, zum anderen hatte ich Angst, hinauszutreten und etwas Neues anzufangen.

Du wirst auch nicht alles einfach so zum voraus bekommen, was du für deinen Dienst brauchst. Wir wandeln im Glauben und nicht in den Vorräten für die Zukunft, die wir zu unserer eigenen Sicherheit angehäuft haben. Gott gibt uns einen Auftrag und er wird uns auch das Nötige dazu geben, wenn wir ihm vertrauen!

2. Du darfst dich nicht durch Furcht abhalten oder beeinflussen lassen.

Furcht hält dich davon ab, etwas in der Fülle zu tun, wie du es tun solltest. Glauben bringt dich voran. Furcht hält dich zurück und du wirst passiv. Aber Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben. Wir haben den Geist des Vaters. Wir haben nicht einen Geist der Knechtschaft, sondern der Freiheit.

Bevor ich anfing dieses Blatt zu schreiben, musste ich Furcht überwinden. Furcht vor dem Unbekannten, vor dem „zu gross für mich“. Weisst du, es ist nicht schlecht, wenn du Furcht fühlst, aber du darfst dich nicht davon leiten lassen. Gott hat mich bis heute niemals im Stich gelassen und wird es auch in Zukunft nie tun. Er gab mir Leute zur Seite, die mich mit ihren Gaben unterstützen, so dass dieses Blatt immer besser aussieht. Dank sei Gott dafür.

3. Sei treu

Wenn Gott dir seinen guten Plan für dein Leben zeigt, dann mache nicht den Fehler, den ich bei einigen gesehen habe. Sie hörten auf mit dem, was sie zur Zeit taten und warteten auf das, was kommen sollte.

So geht es aber nicht. Sei treu, dort wo du gerade bist und glaube Gott für mehr.

Der Glaube sieht die jetzige Situation nicht als das Endgültige an, sondern der Glaube greift in den übernatürlichen Bereich Gottes, wo alles möglich ist und holt dort das Unmögliche, durch den Glauben, in den sichtbaren Bereich.

Willst du mal eine Hausgruppe oder eine eigene Gemeinde leiten oder im Lobpreis mitmachen? Was auch immer; sei da treu, wo du jetzt bist. Du wirst auch hier einiges lernen, was du später gebrauchen kannst. Kinder zu unterrichten ist zum Beispiel oft nicht viel anders, als Erwachsene zu unterrichten (auch Erwachsene haben manchmal keine Disziplin und können nicht zuhören).

4. Bring dich in einer guten Gemeinde ein und sei dort treu.

Wechsle nicht ständig und grundlos die Gemeinde, nur weil dich jemand beleidigt hat oder du meinst, du bekommst nicht das, was dir zusteht. Sei treu und bewahre den Glauben. Gott hat dich nicht vergessen.

Bist du hingegen in einer Gemeinde, wo du fast keine oder keine Nahrung bekommst, kann es sein, dass es besser ist, die Gemeinde zu wechseln. Es gibt Gründe die Gemeinde zu wechseln, aber viel mehr sehe ich immer wieder, dass Leute eine Gemeinde verlassen, nur weil sie meinen, sie würden dort von leitenden Personen nicht richtig behandelt. Vielleicht mag es ja zutreffen, dein Pastor ist auch nicht vollkommen, aber du kannst in Liebe zu ihm wandeln und Gott das Richten überlassen.

Ich wurde auch nicht immer richtig behandelt; niemand wird das. Menschen werden dich immer verletzen, aber es ist wichtig für dich, dass du ihnen vergibst und weiterhin in Liebe wandelst.

Zum Beispiel fühlte ich mich vor vielen Jahren unverstanden, weil ich zuerst im Babydienst und später im Kinderdienst mithelfen sollte, wo ich doch schon die ganze Woche über mit meinen eigenen Kindern genug zu tun hatte. Dennoch tat ich’s und lernte dabei auch noch meine Einstellung zu ändern. Mein Wunsch war, zu unterrichten. Ich konnte mit Basteln und so nicht viel anfangen. Trotzdem blieb ich treu und gab mein Bestes.

Nach einigen Jahren durfte ich beim Aufbau einer Jugendgruppe helfen und sie unterrichten und heute schreibe ich „Leben im Sieg.“ Dazu habe ich auch die Möglichkeit, im Gottesdienst das Wort zu verkünden.

Sei dort treu, wo du bist und Gott wird dich weiterbringen, wenn du im Glauben und in der Liebe bleibst.

5. Sei auch in kleinen Dingen gehorsam

Übe dich darin und komm nicht in Verdammnis, wenn es nicht immer klappt und du Fehler machst. Wir alle machen Fehler, aber Gott hat genug Gnade, um alles wieder zum Guten für dich werden zu lassen.

6. Geniesse das Leben und freue dich täglich an der Gemeinschaft mit dem Herrn, im Wort und Gebet.

Vor lauter Dienst und Arbeit für den Herrn, vergessen wir manchmal, dass wir das Leben in Christus geniessen sollen und uns an all den schönen Dingen von Gott erfreuen können. Denn es kommt nicht darauf an, was du alles für Gott tust, sondern es geht um eine Beziehung, um Gemeinschaft mit Gott; und daraus folgt der Dienst.