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Einmaleins des Glaubens


Nr. 101 Juli/August 2012


Die Bibel redet von den 6 Anfangslehren in Christus, den Grundlagen auf denen alles aufgebaut ist. Diese Grundlagen zu kennen ist von grosser Wichtigkeit und wir finden sie im Hebräerbrief.

Hebr 6,1-2

Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus lassen und uns der vollen Reife zuwenden und nicht wieder einen Grund legen mit der Busse von toten Werken und dem Glauben an Gott, 2 der Lehre von Waschungen und der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht


1. Busse von toten Werken ...

... bedeutet umzukehren und sich Gott zuzuwenden. Eigene (gute) Werke, aus uns selber, nennt die Bibel tote Werke, weil sie uns niemals retten werden. Busse ist kein Gefühl oder Trauer, kann aber damit verbunden sein. Busse ist eine Entscheidung und positiv. In Römer 2,4 heisst es, dass die Güte des Herrn dich zur Busse leitet. Es ist nicht Busse, wenn du dich schlecht fühlst, sondern wenn du erkennst, dass du keine lebendige Beziehung zu Gott hast. Biblische Busse wirkt der Heilige Geist, er überführt von der einen Sünde, dass wir nicht an Gott glauben (Joh 16,9) und führt zum biblischen Glauben. Busse wird niemals durch Druck, Verdammnis oder Angst/Furcht geschehen, denn diese führen dich nicht zur Busse, sondern bewirken tote Werke. Auch wenn es in solchen Fällen so aussehen mag, als wäre es Busse. - Echte Busse kommt durch die Verkündigung von Gottes Wort, durch das Wirken des Heiligen Geistes, durch das Erkennen, dass Gott gut ist; und dies führt dich dazu, an das Erlösungswerk von Jesus zu glauben und Gott zu vertrauen.


2. Glauben an Gott

Der Glaube an Gott war im Alten Testament sehr wichtig und es ist auch für uns wichtig, dass wir verstehen: Kein Mensch kann durch Werke gerettet werden, sondern allein der Glaube zählt. Dies sehen wir zum Beispiel in Hebräer 11, wo einige der Glaubenshelden aus dem Alten Testament aufgezählt werden. Ohne Glauben ist es nicht möglich Gott zu gefallen (Hebr 11,6). Gott wusste, dass sie damals das Gesetz nicht halten konnten, es war ein Zuchtmeister, der ihnen zeigen sollte, dass sie es ohne einen Retter nicht schaffen würden. Gott hat die Opfer und Rituale eingesetzt, damit sie, wenn sie gesündigt hatten, wieder gerechtfertigt werden konnten. Sozusagen als Anrechnung für das, was Jesus später bezahlt hat, durch sein stellvertretendes Opfer. Wichtig im Alten wie auch im Neuen Bund ist der Glaube an Gott, und das hat sich nie geändert. Der Gerechte wird aus Glauben leben (Röm 3,28, Röm 1,17, Gal 3,11). Der Glaube ist der Weg, wie wir geistliche Dinge empfangen, die uns durch seine Gnade gegeben sind (Eph 2,8) und es ehrt Gott. Glaube ist nötig, solange wir hier auf der Erde sind (2Kor 5,6-8).


3. Lehre von Waschungen oder Taufen

Das Wort für Taufen heisst „baptismos“ kommt von „baptizo“ und bedeutet eintauchen, Absonderung, Identifizierung, besonders gestellt oder zugehörig sein zu etwas. Es gibt in der Bibel verschiedene Taufen und diese müssen wir unterscheiden können, damit wir nicht ‘alle in einen Topf werfen’.

Im Alten Testament finden wir das Wort Taufe nicht, sondern Waschung. Es gibt in der Bibel mindestens sechs verschiedene Taufen oder Waschungen und davon sind drei im Alten Testament und drei im Neuen Testament zu finden.

Es gibt im Alten Testament die Taufe ein Volk Gottes zu werden (1Kor 10,1-2). Die Taufe der Priester (2Mose 29,1-31). Die Taufe des Johannes zur Busse (Matth 3,1-17), diese Taufe ist nicht dasselbe wie die Wassertaufe für uns heute.

Die drei Taufen, die für uns heute gelten, sind folgende:

Die Taufe in den Leib Christi durch die Neue Geburt, die Wassertaufe und die Taufe im Heiligen Geist.

Apg 8,12 (siehe auch Apg 18,8)

Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, liessen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.

Hier ist die Rede von der Wassertaufe; aber die Wassertaufe allein rettet nicht. Wasser macht nass, aber rettet nicht. Die Wassertaufe des Christen ist keine Taufe zur Busse, sondern ein äusseres Zeichen und Bekenntnis davon, was innerlich passiert ist, nämlich dass er (hier Philippus) Christ geworden ist. Es sagt aus: “Ich bin eine neue Schöpfung geworden”, und es ist ein Gehorsamsschritt auf Grund dessen, was innerlich geschehen ist.

Röm 6,3-4 zum Beispiel redet nicht von der Wassertaufe, sondern von dem, was geschieht, wenn wir von neuem geboren werden (siehe auch Titus 3,5). Es beschreibt die Taufe in den Leib Christi, die nicht sichtbar ist, und die der Geist Gottes in dem Moment, wo wir Jesus als unseren Herrn annehmen, bewirkt.

Dann gibt es die Taufe im Heiligen Geist gemäss Apg 1,4 u.v.m. Das Zeichen der Taufe im Heiligen Geist ist, dass du in einer dir fremden Sprache, die aus deinem Inneren kommt, zu Gott sprechen kannst. Die Taufe im Heiligen Geist empfängst du, nachdem du gläubig geworden bist, und wenn du Gott darum bittest. Dann kannst du im Glauben die Worte, genau die, die du nicht verstehst, aussprechen.


4. Lehre der Handauflegung

Die Lehre der Handauflegung lehrt uns, dass Gott seine Kraft und Macht durch Menschen fliessen lässt. Wir lesen auch im Alten Testament an vielen Stellen davon, dass Segen durch Handauflegung weitergegeben wurde. Es gibt viele Stellen die belegen, dass Handauflegung biblisch ist und Gott dadurch wirkt: Segnungen, Krankenheilungen, Erfüllung mit dem Heiligen Geist, Empfang geistlicher Gaben, Aussendung von Mitarbeitern und Einsetzung zum Dienst. Wenn uns jemand im Glauben die Hände auflegt, wird Gottes Kraft und Salbung übertragen (z.B 1Tim 4,14). Es kann auch eine Gabe oder Zuteilung sein, die Gott übernatürlich überträgt. Du musst nichts spüren, aber es kann sein, dass du was spürst. Aber alles wird durch den Glauben empfangen.


5. Lehre der Totenauferstehung (siehe 1Kor 15)

Alle Toten werden auferstehen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Pein. Jesus Christus, der Erstgeborene aus den Toten ist tatsächlich auferstanden (1Kor 15,20). Diejenigen Menschen, die Jesus als ihren Herrn angenommen haben, haben ewiges Leben und werden in Ewigkeit bei Gott dem Vater sein.

Wenn du Jesus angenommen hast und du stirbst, bevor alle Toten auferstehen werden, wird dein Geist, dein innerer Mensch direkt zu Gott in den Himmel gehen. Dein Körper aber bleibt vorläufig auf der Erde zurück, so als würdest du aus deinen Kleidern schlüpfen und sie liegen lassen. Aber eines Tages werden alle Menschen wieder auferstehen, die einen zur ewigen Herrlichkeit, die anderen zur ewigen Pein.


6. Ewiges Gericht

Es ist der Empfang des ewigen Urteils, oder die Vollstreckung des Urteils dafür, ob man sich für oder gegen Jesus entschieden hat. Es ist in erster Linie keine Bestrafung für das, was der Mensch Böses getan hat, sondern die Folge davon, ob man Jesus angenommen oder verworfen hat (Joh 3,18).

Es gibt verschiedene Gerichte, z.B. das Völkergericht (Matth 25,31-46), wo über die einzelnen Nationen gerichtet werden wird, und zwar darüber, wie sie sich gegenüber Israel verhalten haben.

Doch wer Jesus als seinen Herrn angenommen hat, kommt nicht mehr ins Gericht. Lediglich vor das Preisgericht Christi (2Kor 5,10) und da geht es ausschliesslich um Belohnungen. Es kann auch sein, dass du ohne Lohn gerettet bist, deine Errettung kannst du nicht mehr verlieren. Wir haben ewiges Leben und niemand kann uns aus der Hand des Vaters rauben (Joh 10,28+29/Röm 8,38).