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Die Zuverlässigkeit von Gottes Wort

von Anita Letzerich-Suhr

Nr. 152 März 2017





1Petr 1,24

Denn „alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt, und die Blume ist abgefallen; 25 aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.“ Dies aber ist das Wort, das euch als Evangelium verkündigt worden ist.

 

Dies ist ein Zitat aus Jesaja Kapitel 40 Vers 6-8, es gibt viele Verse aus dem Alten Testament, die im Neuen Testament wiederholt, bestätigt oder erklärt werden. Die Bibel ist eine fortlaufende Offenbarung und sie zeigt uns Jesus Christus und seinen Erlösungsplan.

 

Das Wort des Herrn ist ewig, es ist bleibend und es ist beständig, du kannst dich also darauf verlassen und zwar voll und ganz. Was er gesagt hat in seinem Wort, das hält er auch.

 

Hebr 4,12

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam ...

 

Sein Wort ist lebendig und es bewirkt etwas, es sind nicht leere und schöne Worte. Es sind Worte hinter denen Gott der Herr mit seiner Kraft steht. Er bestätigt sein Wort, aber es gibt immer zwei Seiten: die von Gott und die von dir. Du musst etwas tun, denn Gott hat seinen Teil getan.

 

2Tim 3,16

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,

 

Die Schrift ist uns zu einem Zweck gegeben worden. Sie lehrt uns, sie korrigiert uns, wenn es notwendig ist, in unserem Leben, unserem Denken und unserem Handeln und stellt uns wieder her. Unser Gott ist ein Gott der Wiederherstellung in jedem Bereich. Das Wort unterweist und erzieht uns in der Gerechtigkeit. Es kann uns überführen und überzeugen; es zeigt uns die Wahrheit.

 

Das Wort Gottes zeigt dir auch, was dir in Jesus gehört und durch Glauben empfangen werden muss. Was ist Glaube? - Ich meine nicht den allgemeinen Glauben an Jesus Christus, wenn du ihm dein Leben anvertraust und ihn als Herrn annimmst.

Ich rede vom Lebensstil des Glaubens. Die Bibel redet von den Gerechten. In den gerechten Stand vor Gott kommst du, wenn Jesus dein Herr ist; also der durch Glauben gerecht Gemachte wird nun durch Glauben leben (Hab 2,4/Röm 1,17/Hebr 10,38).

 

Mk 11,22

Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott!

 

Die Elberfelder Übersetzung schreibt als Zusatz „Habt Gottes Glauben“. Diese Übersetzung ist zutreffender, denn es geht nicht darum, dass wir Glauben an Gott haben sollen, sondern Gottes Art von Glauben. Jesus hat Gottes Art von Glauben demonstriert mit dem Feigenbaum (lies die Begebenheit in Mark 11 ab Vers 11), auch der nachfolgende Vers zeigt klar dass es nicht darum geht an Gott zu glauben, sondern darum, so zu handeln wie er es uns gelehrt hat.

 

Vers 23-24

Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. 24 Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.

 

Eine Übersetzung (Albrecht) übersetzt den Vers 24 folgendermassen: Darum sage ich euch: Alles, was ihr erfleht im Gebet, das soll euch auch werden, wenn ihr nur glaubt, ihr hättet es schon.

 

Glauben als hättest du es schon, das ist biblischer Glaube. Überzeugt sein, aufgrund dessen was das Wort Gottes sagt. Darum kannst du glauben, dass du es schon hast. Der biblische Glaube spricht aus, was er glaubt schon zu haben, in dem Moment, wo er betet. Es gibt keinen stillen Glauben. Du kannst die ganzen Glaubensväter durchgehen und wirst sehen, dass sie immer ausgesprochen haben, was sie glaubten und danach handelten. In Hebräer 11 ab Vers 4 findest du eine kleine Zusammenfassung.

 

Glaubt, dass ihr es empfangen habt. - Wann empfangen? - Als du darum gebetet hast. - Zuerst glaubst du, dass du das Erbetene hast, du bist überzeugt davon, dass es dir jetzt gehört und dann wird es sichtbar im natürlichen Bereich. Viel zu oft hoffen wir nach menschlicher Art. Wir hoffen zum Beispiel, dass das Wetter doch noch schön wird. Das ist nicht die Hoffnung von der die Bibel spricht.

 

Woher kommt dieser Glaube? Was, wenn ich einfach keinen Glauben habe? - Nun, dann hole ihn dir aus dem Wort Gottes.

 

Röm 10,17

Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi

 

Glaube wird dir zur Verfügung gestellt und ist da, wenn du Gottes Wort hörst. Es liegt an dir, ob du dem Wort glaubst oder denkst: „Naja, man kann ja nie wissen, ob es wirklich so ist, ich jedenfalls sehe es nicht so.“ Das ist Zweifel und Unglaube. Jesus ist immer scharf dagegen angegangen, wie du im Neuen Testament nachlesen kannst. Unglaube wird dich davon abhalten, zu empfangen was Gottes Wille für dich ist. Unglaube ist eine Entscheidung und die Abweisung von Gottes Gnade, das kann auch nur in einem speziellen Bereich sein. Unglaube ist schlicht und einfach Sünde, „prüft euch, ob ihr im Glauben seid“ sagt uns das Wort (2Kor 13,5). Wir müssen uns immer wieder prüfen, ob es Bereiche gibt, wo wir im Unglauben sind; falls ja, dann tue Busse, kehre um und glaube was Gottes Wort sagt.

 

Was ist nun Glaube? Eine gute Definition finden wir hier:

 

Hebr 11,1

Der Glaube aber ist eine Verwirklichung (Grundlage, Besitzurkunde, Fundament) dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.

 

Vor einigen Wochen habe ich eine Kündigung per Einschreiben verschickt, die aber laut Empfänger nicht angekommen ist. Ich hingegen hatte den Beleg des Einlieferungsschreibens von der Post und ich hatte die Sendungsverfolgung im Internet ausgedruckt. Darauf stand, wann, wo und wer die Sendung am Zielort entgegen genommen hat. Also schrieb ich einen freundlichen Brief und legte die Kopien meines Beweises dazu. Der Fall auf meiner Seite war klar. (Ich liebe rechtliche Dinge, die eine Gesetzesgrundlage haben.)

 

Genauso ist es mit dem Wort Gottes. Der Glaube ist der Beweis, die Grundlage oder eine Besitzurkunde, so kann man das griechische Wort hupostasis, hier übersetzt mit Verwirklichung, auch übersetzen. Der Glaube nimmt das, was Gott zugesagt hat in Besitz. Bei der Kündigung, hatte ich den Beweis, dass ich sie abgeschickt hatte und sie beim Adressaten angekommen ist, die Kündigung war also rechtsgültig. Genauso ist es mit dem Wort Gottes, es gehört dir, aber es kommt nicht automatisch zu dir, du musst es erkennen und durch den Glauben in Besitz nehmen.

Du kannst dir das auch rechtlich vorstellen. Genauso wie es im natürlichen Bereich Besitzurkunden gibt, die beweisen, dass Dinge dir rechtmässig gehören, zum Beispiel dein Auto, dein Haus etc. oder ein Mietvertrag für deine Mietwohnung.

Genauso ist es auch mit dem Wort Gottes: es sind Bundesworte, es sind Zusagen Gottes, die dir in Christus gehören und die du in Besitz nehmen musst und kannst. Dadurch bekommt Jesus Ehre. Es ist also echte Demut, wenn du nimmst, was dir in Christus gehört.

 

Wenn du nun eine Zusage in Gottes Wort findest, musst du sie durch den Glauben in Besitz nehmen. Der Beweis oder die Grundlage dazu, dass sie dir gehört ist das Wort Gottes. Genauso, wie wenn du vor Gericht einen Gegner hast, du ihm aber beweisen kannst, dass du im Recht bist. So nehmen wir durch den Glauben das, was uns in Gottes Wort durch Christus gehört, er hat es erkauft durch sein Erlösungswerk, es gehört uns und der Teufel muss das akzeptieren.