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Pfingsten, gestern und heute


Autor: Anita Letzerich-Suhr

Nr.156 Juli/August 2017

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Ist es nicht erstaunlich, dass die Pfingstbewegung die am schnellsten wachsende Bewegung innerhalb des Leibes Christi in der Kirchengeschichte ist. Sie ist eine Erweckung der Geistesgaben, die zwar nie ganz weg waren, aber seit über 100 Jahren wieder neu erweckt wurden, durch Christen die hungrig nach mehr von Gott waren.

 

Aber wo ist nun der wirkliche Ursprung der Pfingstbewegung?

Es ist keine neue Lehre die den Leib Christi erfasste. Der Ursprung war als Jesus zum Vater zurückging. Es ist die Verheissung des Vaters (Apg 1,4) zum Beginn des Zeitalters der Gemeinde, der Gnade und des Heiligen Geistes.

 

Mk 16,15

Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! 16 Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. 17 Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden 18 werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.

 

Das ist der Auftrag der Gemeinde - dazu hat uns Jesus ausgerüstet und durch den Heiligen Geist bevollmächtigt.

 

Vers 19

Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. 20 Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.

 

Der Herr wirkte mit, indem er das Wort das sie predigten bestätigte, durch übernatürliche Zeichen. Bevor Jesus in den Himmel aufgefahren ist, befahl er auf die Ausgiessung des Heiligen Geistes zu warten. Er befahl es. Es war keine Empfehlung, sondern eine Dringlichkeit, ein Befehl. Jesus ist nicht mehr hier unter uns. Doch bevor wir losziehen und seinen Auftrag, den Missionsbefehl, erfüllen, gibt es noch eine Ausrüstung dazu.

 

Apg 1,4

Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheissung des Vaters zu warten - die ihr, <sagte er>, von mir gehört habt; 5 denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen

 

Wenn wir eine neue Stelle antreten, kann es sein, dass wir speziell ausgerüstet werden, um die Arbeit ausführen zu können, oder um erkannt zu werden, dass wir dazu beauftragt sind. Zum Beispiel durch eine Uniform, die uns das Recht gibt im Namen unseres Arbeitgebers zu handeln. Jesus sagte, dass wir die Ausrüstung des Heiligen Geistes brauchen, um das zu tun was er uns aufgetragen hat. Wir können es nicht aus unseren Fähigkeiten und unserer Kraft tun, wir brauchen den Heiligen Geist. Alles was Jesus tat, tat er durch den Heiligen Geist.

 

Lk 4,18

»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden

 

Jesus hat als Mensch gedient; er war Gott aber er hat seine göttlichen Fähigkeiten abgelegt. Der Heilige Geist war auf Jesus, genauso kommt er auch auf uns, nachdem wir durch den Heiligen Geist von neuem geboren wurden. Das sind zwei unterschiedliche Dinge, die neue Geburt und die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Wir brauchen diese Ausrüstung, die Erfüllung mit Heiligem Geist und dem übernatürlichen Zeichen der Sprachenrede.

 

Apg 10,38

Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.

 

Jesus sagte wir werden Kraft, Vollmacht empfangen und seine Zeugen sein. Wenn Jesus sagt, dass wir das brauchen um ein Zeuge zu sein, dann sollten wir nicht meinen, es ohne die Erfüllung des Heiligen Geistes schaffen zu können.

 

Der Ursprung der Pfingstbewegung liegt also in der Bibel und ist eine Wiederherstellung oder Er-weckung, ein aufwecken, denn aufgehört hat es die ganzen Jahrhunderte nie ganz. Es gibt in der gesamten Kirchengeschichte immer wieder einzelne Berichte wo die Geistesgaben vorgekommen sind.

 

Jesus sagte:

 

Joh 16,7

Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch sende.

 

Das griechische Wort für Beistand ist „parakletos“ und das bedeutet von gleicher Art. Jesus hat uns nicht alleine, als Weisen hinterlassen, sondern jemanden gesendet der von gleicher Art ist wie er, nachdem er sich zur Rechten Gottes gesetzt hat. Der Heilige Geist ist die dritte Person der Gottheit. Jesus ist nicht mehr hier, aber er ist es durch den Heiligen Geist.

 

Joh 16,13

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen.

 

Der Heilige Geist ist seit Pfingsten da, wir warten nicht mehr auf ihn, sondern wir empfangen ihn.

Paulus in Ephesus (Apg 19,2) fragte die Jünger dort: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen als ihr gläubig geworden sein?“

 

Du musst nicht warten, nicht besser werden, sondern du nimmst die Verheissung im Glauben einfach an, bittest Jesus darum und dann fängst DU an zu sprechen.

 

1Kor 13,8

Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.

 

Manche sagen anhand von diesem Vers hat Sprachengebet aufgehört. Nun, wenn es so wäre dann gäbe es auch keine Erkenntnis mehr, denn eine Zeitangabe in diesem Vers fehlt. Wir leben aber immer noch im Zeitalter der Gemeinde, der Gnade und des Heiligen Geistes. Der Brief an die Korinther wurde ca. 57 n.Chr. von Paulus geschrieben, aufgrund von Problemen in der Gemeinde. Wenn das Sprachenreden aufgehört hätte, dann hätte Paulus nicht im gleichen Brief ein Kapitel weiter geschrieben:

 

1Kor 14,18

Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle.

 

Es geht wie meistens um das „aber“, das heisst wie und wozu man es anwendet. Das Sprachengebet ist gegeben zur Auferbauung und um damit das zu beten, was der Heilige Geist inspiriert zu beten. Wir beten mit dem Verstand und wir beten auch im Geist in neuen Sprachen (1Kor 14,15). Unser Verstand ist nicht immer informiert über alles und das ist auch gut so, da kommt uns das Sprechen in neuen Zungen zu Hilfe.

Übrigens, im 1Kor 14 wird das Sprechen in neuen Sprachen und seine Stellung in der Gemeinde angesprochen und erklärt. Es ist kein Kapitel, welches das Beten in neuen Sprachen wiederlegt, sonst hätte Paulus niemals gesagt in Vers 18, dass er mehr als alle in neuen Sprachen redet und im Vers 5 “… ich möchte, dass ihr alle in Zungen redet...“. Dein Geist spricht und dein Verstand versteht es nicht, ausser Gott gibt dir die Auslegung dazu. Wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen sondern zu Gott (1Kor 14,2).

Wir reden in neuen Sprachen zu unserer Auferbauung und Stärkung im Geist, wir reden Geheimnisse Gottes, Dinge von denen wir nichts oder noch nichts wissen und wir beten Gott an durch den Heiligen Geist.

Es gibt dazu noch sehr vieles zu sagen, ich empfehle dir das Wort dazu zu studieren.

 

Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist, auf euch kommt, das gilt also genauso heute wie damals. Du brauchst die Erfüllung mit Heiligem Geist, weil Jesus es gesagt hat und er gibt nichts ohne Sinn und Zweck. Bitte ihn darum und du wirst empfangen.


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